28. Januar 2012

New York, New York


Diese Aufnahme habe ich vor einigen Jahren in New York gemacht. Es war am Fuß des RCA Victor Buildings (jetzt zu den Gebäuden von General Electric gehörend), eines meiner Lieblings-Wolkenkratzer dort. Als ich das Bild sah, dachte ich: wie Fotos doch einen Eindruck von einem Ort hinterlassen können, der im Erleben ganz anders war - aber deshalb nicht weniger schön oder interessant. Ich habe mich gefreut, dass die Aufnahme (mich) ein bisschen an die 30er Jahre in den Metropolen erinnerte, obwohl ich zu einer ganz anderen Zeit dort gewesen bin.

I took this picture in New York a couple of years ago. It was on Lexington Avenue where the RCA Victor Building (now belonging to the General Electric Buildings) is situated. I saw the picture and was kind of irritated. To me, it looked a bit like a piece from the 1930ies (you know, the period where all those pictures of men building skyscrapers in dizzy heights were taken). It was news to me that a photo can evoke an atmosphere totally different to the real impression of the moment (as I experienced it). I was happy about it, though, because I like pictures of that time. And it was fun to feel I had been to the city in another decade, although I went to NY nowadays.

24. Januar 2012

Ausmalbogen | Coloring Picture


Diese holde Meerjungfrau wartet jetzt darauf, ausgemalt zu werden! Man kann sie herunter laden auf dem wunderbaren und wunderschönen Malbogenblog. Dank an Judith!

This graceful mermaid longs to be coloured! You can download her from the beautiful Malbogenblog. Thanks to Judith!

18. Januar 2012

Raymond Queneau - Stilübungen | Exercises in Style


Eine der "Stilübungen" aus dem berühmten, gleichnamigen Buch von Raymond Queneau zeigt diese Illustration von mir: "Telegraphisch". Schade, dass es keine Telegramme mehr gibt. In meinem ganzen Leben habe ich nur eins erhalten, aber das war schön.

One of the "Exercises in style" from the famous book of the same name by Raymond Queneau is shown here: "by telegram". Sadly, there are no telegrams any more. In my whole life, I only received one. And that was nice.

17. Januar 2012

Berlin by Pen: Bode-Museum | Bode Museum


Die Reise durch Berlin geht weiter: Neulich zeichnete ich das Bode-Museum, das auf der Berliner Museumsinsel am nördlichen Zipfel liegt. Es wurde im Jahr 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet. Die Umbenennung erfolgte 1956, als man es nach seinem ersten Direktor Wilhelm von Bode benannte, der auch den Bau des Museums für die von ihm zusammengestellte Gemälde- und Skulpturensammlung anregte.
Ernst von Ihne, ein Leib-und-Magen-Architekt von Kaiser Wilhelm II., errichtete (zusammen mit Max Hasak) das Gebäude ganz im Geschmack eines Monarchen: Äußerlich in Formen des Neobarock, erweckt es Assoziationen an ein etwas größeres Lustschloss. Die Lage tut ihr übriges, um dem repräsentativen Bau zu Geltung zu verhelfen. Im Inneren geht das Stilprogramm weiter mit einer aufwändigen Eingangshalle im gleichen Stil, in der ein Reiterstandbild des Großen Kurfürsten steht (eine Kopie eines Werkes von Andreas Schlüter). Unter anderem findet sich auch eine große Halle, die sogenannte "Basilika", in den Formen der italienischen Renaissance. In die Innenausstattung sind Originalteile aus den Epochen integriert, die zitiert werden.
Das Bode-Museum wurde in den Jahren 2000-2006 umfassend restauriert. Allerdings gab es gleich nach der feierlichen Wiedereröffnung einen Verdacht auf Holzwurmbefall in den frisch gebohnerten Böden der Ausstellungshallen...

My journey through Berlin continues with the Bode Museum, sitting at the top of the Museum Island in Berlin. It was opened in 1904 as the Kaiser Friedrich Museum. The name was changed in 1956 into the name of its first director and initiator, Wilhelm von Bode, who brought together a remarkable collection of paintings and sculptures which needed an adequate place to be exhibited.
Ernst von Ihne, a favoured architect of german emperor Wilhelm II, was assigned (together with construction manager Max Hasak) to build the museum, and the result was after Wilhelm´s fancy: Appearing in the style of an neo-baroque building, it leads to associations with a pleasure palace or summer residence of a monarch from the 17th or 18th century.
Historicist style order continues in the interior of the Bode Museum with a representative neo-baroque entrance hall and, amongst others, a grand hall in the taste of the italian renaissance (the so-called "basilica"). Original design elements from the epochs are integrated in the architecture.
The Bode Museum was closed for restoration in 2000 and reopened in 2006. However, there were rumors about a woodworm affection of the new floors shortly after...

12. Januar 2012

Berlin by Pen: Rotes Rathaus, Berlin | Red City Hall, Berlin


Das "Rote Rathaus" in Berlin (auch: "Berliner Rathaus", "Rathaus von (Berlin-) Mitte") wurde 1869 von Hermann Friedrich Waesemann erbaut. Es befindet sich heute an einem weitläufigen, von Bäumen und nichts weniger als dem Berliner Fernsehturm und der wundervollen Marienkirche bestandenem Platz (dessen alljährlichen Weihnachtsmarkt man übrigens meiden sollte), nicht unweit des berühmten Alexanderplatzes. Das war nicht immer so: Bis zum zweiten Weltkrieg ragte das Gebäude aus einem dicht bebauten Viertel mit vielen Wohn- und Geschäftshausbauten hervor. Im Zuge der Neubebauung durch die DDR (die Bezeichnung "rot" erhielt das Haus übrigens nicht aus politischen Gründen, sondern wegen der Verwendung von roten Ziegeln für die Fassade) wurden jedoch die meisten Reste der nach 1945 noch bestehenden Bausubstanz beseitigt. An ihrer Stelle trat eine "städtebauliche Neuordnung" in Kraft. Doch zurück zum Rathaus: es wurde in Anlehnung an die italienische Frührenaissance gestaltet, hat mehrere Innenhöfe und einen 97 Meter hohen Turm, dessen Aussehen an einen flämischen Belfried erinnern soll. Terrakottareliefs, die Szenen aus der Stadgeschichte und der Geschichte Brandenburgs darstellen, zieren die Balkonbrüstungen im 1. Obergeschoss.
Das Haus wurde nach dem zweiten Weltkrieg im Innern modern umgestaltet, was für die Zeit bedeutet: Neoklassizistische Motive, Verwendung von dunklem und hellem Stein in Kontrast. Heute ist es Sitz des regierenden Bürgermeisters der Stadt Berlin. Übrigens: Unlängst entdeckte man Reste eines mittelalterlichen Vorgängerbaus direkt vor dem Rathaus beim Bau einer neuen U-Bahnstrecke. Dabei tauchten auch längst verloren geglaubte Kunstwerke auf, die die Nazis in den seinerzeit noch zugänglichen Räumen eingelagert hatten. Bei der Bombardierung Berlins wurden diese Räume jedoch verschüttet und später vergessen.

The Red City Hall in Berlin was built by Hermann Friedrich Waesemann in 1869. It is situated at a roomy place in the heart of the City of Berlin, accompanied by not less than the Fernsehturm Berlin (television tower of Berlin) and the wonderful Marienkirche (St. Mary´s Church). Before the second World War, it was sitting in the middle of busy streets full of commercial and apartment buildings. After the war, the government of the GDR demolished almost all of the remains of those, making place for another idea of a city area of that time. Back to the City Hall: It was designed in the style of the early Italian Renaissance, has several inner courtyards and a tower of 97 metres which is supposed to be alike a Flemish belfry. The inlays of the first floor balustrade are made of terracotta and show scenes of the history of Berlin and Brandenburg.
Inside, the building was redesigned after the destruction during the second World War, which means it is styled in the taste of that period with strict kinds of neoclassical ornaments and strong contrasts in the using of marble and other types of stones. Today, it is the official residence of the mayor of the City of Berlin. By the way: Recently discoverded where the remains of a preceding building of the middle ages, in which pieces of art were found, that the National Socialists stored there. With the bombing of the town, those cellars were buried, but now they were recovered during the building of a new tube line.
Oh, and by the way, too: Don´t go to the christmas market there, in front of the Red City Hall. It´s awful. 

10. Januar 2012

Neues Buch | New Book






Seit kurzem ist "Prinz Krösus" nun in den Buchläden zu erstehen, eine verrückte und aberwitzige Geschichte, die ich für den Baumhaus-Verlag illustriert habe. Innen ist das Buch mit schwarz-weiß-Illustrationen und Vignetten versehen, das Cover ziert eine symbolische Darstellung der turbulenten Reise, die der Königssohn zu bestehen hat. Viel Spaß!

Now available is "Prince Croesus" (or "Prince Nabob"), a mad, ironically story about a spoiled prince, that I illustrated for Baumhaus. I made some grey-and-white illustrations and vignettes for it. The cover shows some characters from the book and the prince symbolically falling "into" his journey. Enjoy!