12. Januar 2012

Berlin by Pen: Rotes Rathaus, Berlin | Red City Hall, Berlin


Das "Rote Rathaus" in Berlin (auch: "Berliner Rathaus", "Rathaus von (Berlin-) Mitte") wurde 1869 von Hermann Friedrich Waesemann erbaut. Es befindet sich heute an einem weitläufigen, von Bäumen und nichts weniger als dem Berliner Fernsehturm und der wundervollen Marienkirche bestandenem Platz (dessen alljährlichen Weihnachtsmarkt man übrigens meiden sollte), nicht unweit des berühmten Alexanderplatzes. Das war nicht immer so: Bis zum zweiten Weltkrieg ragte das Gebäude aus einem dicht bebauten Viertel mit vielen Wohn- und Geschäftshausbauten hervor. Im Zuge der Neubebauung durch die DDR (die Bezeichnung "rot" erhielt das Haus übrigens nicht aus politischen Gründen, sondern wegen der Verwendung von roten Ziegeln für die Fassade) wurden jedoch die meisten Reste der nach 1945 noch bestehenden Bausubstanz beseitigt. An ihrer Stelle trat eine "städtebauliche Neuordnung" in Kraft. Doch zurück zum Rathaus: es wurde in Anlehnung an die italienische Frührenaissance gestaltet, hat mehrere Innenhöfe und einen 97 Meter hohen Turm, dessen Aussehen an einen flämischen Belfried erinnern soll. Terrakottareliefs, die Szenen aus der Stadgeschichte und der Geschichte Brandenburgs darstellen, zieren die Balkonbrüstungen im 1. Obergeschoss.
Das Haus wurde nach dem zweiten Weltkrieg im Innern modern umgestaltet, was für die Zeit bedeutet: Neoklassizistische Motive, Verwendung von dunklem und hellem Stein in Kontrast. Heute ist es Sitz des regierenden Bürgermeisters der Stadt Berlin. Übrigens: Unlängst entdeckte man Reste eines mittelalterlichen Vorgängerbaus direkt vor dem Rathaus beim Bau einer neuen U-Bahnstrecke. Dabei tauchten auch längst verloren geglaubte Kunstwerke auf, die die Nazis in den seinerzeit noch zugänglichen Räumen eingelagert hatten. Bei der Bombardierung Berlins wurden diese Räume jedoch verschüttet und später vergessen.

The Red City Hall in Berlin was built by Hermann Friedrich Waesemann in 1869. It is situated at a roomy place in the heart of the City of Berlin, accompanied by not less than the Fernsehturm Berlin (television tower of Berlin) and the wonderful Marienkirche (St. Mary´s Church). Before the second World War, it was sitting in the middle of busy streets full of commercial and apartment buildings. After the war, the government of the GDR demolished almost all of the remains of those, making place for another idea of a city area of that time. Back to the City Hall: It was designed in the style of the early Italian Renaissance, has several inner courtyards and a tower of 97 metres which is supposed to be alike a Flemish belfry. The inlays of the first floor balustrade are made of terracotta and show scenes of the history of Berlin and Brandenburg.
Inside, the building was redesigned after the destruction during the second World War, which means it is styled in the taste of that period with strict kinds of neoclassical ornaments and strong contrasts in the using of marble and other types of stones. Today, it is the official residence of the mayor of the City of Berlin. By the way: Recently discoverded where the remains of a preceding building of the middle ages, in which pieces of art were found, that the National Socialists stored there. With the bombing of the town, those cellars were buried, but now they were recovered during the building of a new tube line.
Oh, and by the way, too: Don´t go to the christmas market there, in front of the Red City Hall. It´s awful.