26. Mai 2012

Berlin by Pen: Brandenburger Tor | Brandenburg Gate


Als absoluter Höhepunkt jeder Berlin-Reise gilt ein Ausflug zum Brandenburger Tor. Es wurde um 1790 von Carl Gotthard Langhans auf Anordnung von Friedrich Wilhelm II. erbaut und war eins von 15 Stadttoren (zum Beispiel gab es noch das Oranienburger Tor oder das Hallesche Tor, alle Tore führten in verschiedene Himmelsrichtungen und in Gegenden, nach denen sie benannt wurden). Das Brandenburger Tor überstand als einziges alle Zeiten.
Als das Tor gebaut wurde, umgaben es an seinem Baugrund, dem Pariser Platz, zweigeschossige barocke Palais´ mit Mansarddächern - als Standort für kleinere Prachtbauten und Botschaften hält sich die Nachbarschaft des Wahrzeichens Berlins bis heute: amerikanische und französische Botschaft stehen heute noch bzw. wieder zu beiden Seiten des Tores. Das berühmte Hotel Adlon ist nur einen Steinwurf entfernt. Auch auf der Straße unter den Linden, deren westlichen Abschluss das Tor bildet, befindet sich eine weitere Botschaft, die russische. In einem vornehmen Stadthaus links des Tores, das heute leider nicht mehr existiert (an selber Stelle ist aber ein moderner Bau in Anlehnung daran entstanden), wohnte der berühmte Maler Max Liebermann.
Das Tor markierte für Jahrzehnte die innerdeutsche Grenze zwischen Ost und West und war damit ein Symbol des Kalten Krieges. Es zitiert klassische antike Formen, Langhans´ Vorbild waren dabei die Propyläen auf dem Athener Akropolisberg. Die Quadriga, die das Tor bekrönende Skulptur eines von vier Pferden gezogenen Wagens mit einer Siegesgöttin (ein Werk von Johann Gottfried Schadow), wurde mehrmals in der Geschichte umgedreht. Napoleon nahm sie seinerzeit gar als Beute mit nach Frankreich!

Highlight of every Berlin tour is a visit to the Brandenburg Gate. It was build around 1790 by Carl Gotthard Langhans by order of prussian king Frederick William II and was one of 15 city gates, the last one of them standing today.
The time it was constructed, it was surrounded by two-story curb-roof palaces, and its neighborhood is still high-ranking today: on both sides, it is adjoined by the american and the french embassy, and the world-famous Hotel Adlon is just a stone´s throw away. In a building on the left hand of the gate once lived Max Liebermann, one of the leading painters of the german impressionist movement, a son of a rich jewish family. Unfortunately, his home did not survive the war. Today, flanking the gate are modern buildings, somewhat citing the pre-war housing.
The Quadriga, the chariot drawn by four horses on top of the gate, is a work by Johann Gottfried Schadow, and was several times turned in reverse. Even Napoleon once took the Quadriga to France, after the lost Battle of Jena-Auerstedt.
The Brandenburg Gate marked the border between East and West Germany and therefore the border between the countries of the Warsaw Pact and the NATO.

20. Mai 2012

Stellprobe | Blocking Rehearsal







Ein paar Eindrücke von der Stellprobe zu "Der Müller von Sanssouci". Stellproben sind die Proben, in denen festgelegt und ausprobiert wird, wie die Hintergründe zueinander platziert werden, wo die Größe der Figuren überprüft wird... einige der "Schauspieler" (Papierfiguren) sind deswegen noch nicht ausgeschnitten, und auch die Hintergrund-Kulissen sind noch nicht auf Pappe aufgezogen. Es war eine sehr ergiebige Probe für die Uraufführung am 9. Juni!

Some impressions from the blocking rehearsals for the paper theatre play "The Miller of Sanssouci". Blocking rehearsals are done to check the size and position of the props, their relation to other backgrounds, the actors (paper dolls, in this case) and back. That´s why not everything is finished here and has yet to be cut out and glued on paper. An exciting rehearsal for the premiere on June 9th!

17. Mai 2012

"Der Müller von Sanssouci" Figur | "The Miller of Sanssouci" Character


Darf ich vorstellen? Diese Figur von Jakob Friedrich Freiherr von Bielfeld wird in "Der Müller von Sanssouci" auch eine kleine Nebenrolle spielen.

May I introduce Jakob Friedrich Freiherr von Bielfeld to you? He´s also playing a role in "The Miller of Sanssouci"!

15. Mai 2012

Save the Date: Premiere "Der Müller von Sanssouci" am 9. Juni 2012 ab 15 Uhr


In etwas mehr als drei Wochen ist es soweit! Das Papiertheaterstück "Der Müller von Sanssouci", für das ich die Kulissen mache, hat seine Premiere und Uraufführung! Ab ca. 15°° Uhr finden die ersten Vorstellungen in der Historischen Mühle bei Schloss Sanssouci in Potsdam statt. Ich freue mich, wenn wir uns dort sehen!

Only about three weeks to go, and the paper theatre play "The Miller of Sanssouci" will have its premiere in the historic mill close to the palace of Sanssouci, Potsdam. I will do all the props for the play. Performances will start around 3 p.m. Hope to see you there!

11. Mai 2012

Schallplatte | Record


Diese alte Schallplatte habe ich bei Oxfam gefunden. Sie enthält die Ouvertüre zu Gioacchino Rossini´s Oper "Die diebische Elster" in einer Einspielung des Rundfunk-Sinfonie-Orchesters Berlin (Dirigent: Horst Stein), veröffentlicht durch den "VEB Deutsche Schallplatten Berlin". Das Label ist "Eterna", die Marke, unter der Opern, Operetten, klassische Musik etc. auf den Markt gebracht wurden ("Eterna" sinngemäß für das "Bleibende", die Art Musik also, die von Generation zu Generation weiter vererbt wird). Diese Marke war ursprünglich von der "Lied der Zeit Schallplattengesellschaft mbH" ins Leben gerufen worden, einem Unternehmen von Ernst Busch.
Das Plattencover ziert eine schöne Illustration der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Weder steht etwas über den Illustrator und Designer auf der Plattenhülle, noch konnte ich etwas im Internet darüber herausfinden. Falls jemand etwas weiß: ich freue mich über einen Hinweis!

I found this old record in an oxfam store. It´s playing the ouverture to Gioacchino Rossini´s opera "The thieving Magpie". It is an old GDR-publication, showing an illustration of the Berlin State Opera on the front cover. I couldn´t find out the illustrator, although I tried. If anyone knows something about that, please feel free to contact me. I really love the picture and the overall design, and would like to know who made it.

6. Mai 2012

Mein Arbeitszimmer | My Study


Eine Ecke in meinem Arbeitszimmer, in dem ich mich sehr wohl fühle. Der Mappenschrank, auf dem das Puppenhaus (im Bau) steht, von dem ich neulich hier schrieb, gehörte meinem Urgroßvater Emil Lohse. Meine Großmutter vererbte ihn mir.

A corner of my study at home. I feel very comfortable here, it has a good atmosphere to work and concentrate. The plan chest, on which the doll´s house (under construction) is placed, belonged to my great-grandfather Emil Lohse, who also was an illustrator and teacher for illustration.

3. Mai 2012

Happy Birthday, Friedrich | Happy Birthday, Frederick


Friedrich II. (oder Friedrich der Große, oder schlicht "Der alte Fritz") wäre in diesem Jahr - genau genommen am 24. Januar - 300 Jahre alt geworden. Er wurde 1740 König in Preußen und 1772 König von Preußen - ein kleiner, aber feiner Unterschied. Er gehörte dem Adelsgeschlecht der Hohenzollern an. Kurfürst von Brandenburg war er zudem auch.
Friedrich, ein eher musisch interessierter Mensch (er lernte das Spielen der Traversflöte bei Johann Joachim Quantz), litt unter der äußerst strengen Erziehung seines despotischen Vaters, des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. Er versuchte, nach Frankreich zu fliehen, doch dieser Fluchtversuch wurde vereitelt und endete in der Hinrichtung eines engen Freundes von Friedrich, dem Leutnant Hans Hermann von Katte. Der Vater zwang den Sohn, bei der Hinrichtung des bewunderten Freundes zu zu sehen. Anfangs war Friedrich sogar selbst zum Tode verurteilt, nur Einwände hochrangiger Zeitgenossen wie Kaiser Karl IV. stimmten seinen Vater um.
Militärisch ausgebildet, heiratete Friedrich Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Eine Ehe, die auf keiner Liebesheirat Friedrichs basierte, obwohl Elisabeth Christine eine schöne und kultivierte Frau war. Beide bekamen keine Kinder miteinander. Zeitlebens pflegte Friedrich seine musischen Interessen, führte aber auch lange und zehrende Kriege, von denen der Siebenjährige Krieg gegen Sachsen, Österreich und Rußland beinahe in einer Niederlage endete. Er war und bleibt bewundert und verehrt, aber auch umstritten, bis (vor allem von Zeitgenossen) verhasst. Hin und her gerissen zwischen absolutistischem Herrscheranspruch und aufgeklärtem Geist, kämpfte Friedrich wohl selber mit seiner Persönlichkeit. Er brachte Preußen zu großem Ansehen, trug aber auch zum Ruf des unerbittlichen preußischen Arbeitseifers, Kampfgeist und einer gewissen mit Zynismus gepaarten Überheblichkeit bei. Im Allgemeinen ist man ihm heute für Vieles dankbar, so zum Beispiel für den sogenannten "Kartoffelbefehl", mit dem er 1756 anordnete, den Untertanen den Anbau von Kartoffeln zu erklären. Unklar ist, ob Friedrich tatsächlich homosexuell veranlagt war, aber sein Leben erzählt zumindest eine Geschichte, zu der es passen könnte.
Unten stehend kann man sehen, wie ich gerade die Zeichnung oben für die Verwendung in dem Papiertheater-Stück "Der Müller von Sanssouci" koloriere:

Frederick the Great (in Germany often called "Der alte Fritz") would have celebrated his 300th birthday this year on the 24th of January. He is believed to have had a complicated personality, fighting heavy wars on the one hand (like the Seven Year´s War) and being very interested in the arts and music on the other (he learned to play Western Concert Flute from Johann Joachim Quantz). This might have been supported by the rigorous education by his father, Frederick William I of Prussia (the so-called Soldier King), who even let Frederick watch the execution of one of his closest friends, Hans Hermann von Katte, who was believed to aid Frederick the Great in his attempt to flee to France from his stringent father. Nevertheless, Frederick is known to have brought his nation many improvements like the abolishment of torture and the introduction of potato cultivation.
Here you can see how I am currently coloring the drawing above for the use as a paper doll in the paper theatre play "The Miller of Sanssouci" that will have its premiere on June 9, 2012 inside the Historic Mill of Sanssouci: