3. Mai 2012

Happy Birthday, Friedrich | Happy Birthday, Frederick


Friedrich II. (oder Friedrich der Große, oder schlicht "Der alte Fritz") wäre in diesem Jahr - genau genommen am 24. Januar - 300 Jahre alt geworden. Er wurde 1740 König in Preußen und 1772 König von Preußen - ein kleiner, aber feiner Unterschied. Er gehörte dem Adelsgeschlecht der Hohenzollern an. Kurfürst von Brandenburg war er zudem auch.
Friedrich, ein eher musisch interessierter Mensch (er lernte das Spielen der Traversflöte bei Johann Joachim Quantz), litt unter der äußerst strengen Erziehung seines despotischen Vaters, des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I. Er versuchte, nach Frankreich zu fliehen, doch dieser Fluchtversuch wurde vereitelt und endete in der Hinrichtung eines engen Freundes von Friedrich, dem Leutnant Hans Hermann von Katte. Der Vater zwang den Sohn, bei der Hinrichtung des bewunderten Freundes zu zu sehen. Anfangs war Friedrich sogar selbst zum Tode verurteilt, nur Einwände hochrangiger Zeitgenossen wie Kaiser Karl IV. stimmten seinen Vater um.
Militärisch ausgebildet, heiratete Friedrich Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Eine Ehe, die auf keiner Liebesheirat Friedrichs basierte, obwohl Elisabeth Christine eine schöne und kultivierte Frau war. Beide bekamen keine Kinder miteinander. Zeitlebens pflegte Friedrich seine musischen Interessen, führte aber auch lange und zehrende Kriege, von denen der Siebenjährige Krieg gegen Sachsen, Österreich und Rußland beinahe in einer Niederlage endete. Er war und bleibt bewundert und verehrt, aber auch umstritten, bis (vor allem von Zeitgenossen) verhasst. Hin und her gerissen zwischen absolutistischem Herrscheranspruch und aufgeklärtem Geist, kämpfte Friedrich wohl selber mit seiner Persönlichkeit. Er brachte Preußen zu großem Ansehen, trug aber auch zum Ruf des unerbittlichen preußischen Arbeitseifers, Kampfgeist und einer gewissen mit Zynismus gepaarten Überheblichkeit bei. Im Allgemeinen ist man ihm heute für Vieles dankbar, so zum Beispiel für den sogenannten "Kartoffelbefehl", mit dem er 1756 anordnete, den Untertanen den Anbau von Kartoffeln zu erklären. Unklar ist, ob Friedrich tatsächlich homosexuell veranlagt war, aber sein Leben erzählt zumindest eine Geschichte, zu der es passen könnte.
Unten stehend kann man sehen, wie ich gerade die Zeichnung oben für die Verwendung in dem Papiertheater-Stück "Der Müller von Sanssouci" koloriere:

Frederick the Great (in Germany often called "Der alte Fritz") would have celebrated his 300th birthday this year on the 24th of January. He is believed to have had a complicated personality, fighting heavy wars on the one hand (like the Seven Year´s War) and being very interested in the arts and music on the other (he learned to play Western Concert Flute from Johann Joachim Quantz). This might have been supported by the rigorous education by his father, Frederick William I of Prussia (the so-called Soldier King), who even let Frederick watch the execution of one of his closest friends, Hans Hermann von Katte, who was believed to aid Frederick the Great in his attempt to flee to France from his stringent father. Nevertheless, Frederick is known to have brought his nation many improvements like the abolishment of torture and the introduction of potato cultivation.
Here you can see how I am currently coloring the drawing above for the use as a paper doll in the paper theatre play "The Miller of Sanssouci" that will have its premiere on June 9, 2012 inside the Historic Mill of Sanssouci: