15. April 2015

DIY - Stuckrosette restaurieren II / Restoring a stucco rose II


Die abblätternde alte Wandfarbe wird - aber nur wenn sie spröde genug ist - mit der Pinzette vom Stuck abgehoben.


Man sieht, wie dick (oder dünn) die Farbschicht ist.


Nachdem alles, was sich freiwillig mit der Pinzette abheben ließ, abgelöst wurde, liegt viel zerbröckelte Farbe auf dem Stuck. Der wird mit dem Handfeger abgefegt!


Voilà! Zum Vorschein kommt wieder die alte, feiner ausgearbeitete Struktur der Ornamente, die vorher nicht mehr so gut zu erkennen war (mit Farbe zugekleisterten Stuck nennen Restauratoren auch "verteigt").
 

An einer Stelle jedoch haftet die Farbe hartnäckig am Rand der Rosette. Da es sich um sogenannte alte Leimfarbe handelt, die wasserlöslich ist, wird sie mit dem betreffenden Teil ins Wasser getaucht. Hier liegt sie schon im Badezimmer bereit.


Nach dem Bad im lauwarmen Wasser, das dazu führte, dass sich die alten Farbreste leicht und wie Gummi abziehen ließen, ist die Rosette dunkel und feucht vom Wasser. Damit sie besser trocknet, lege ich ein paar Holzklötzchen zwischen sie und das Brett, auf dem ich sie zum Trocknen lagern will, damit sie Abstand zum Untergrund hat und von allen Seiten Luft an sie herankommen kann.


Vor dem nächsten Arbeitsschritt heißt es warten, bis sie ganz trocken ist. Dazu lagere ich sie oben auf einem Schrank - zur Zimmerdecke hin ist es ja bekanntlich wärmer. Eventuell abgeplatzte Gipsstückchen, die zu ihr gehören, habe ich gesammelt und lege sie in einem Kästchen dazu, das ich in Folie eingeschlagen habe, damit es nicht so viel Feuchtigkeit von der Rosette annimmt.


... und hier der Inhalt des Kästchens mit den abgeplatzten Stücken, die ich später wieder an ihren Platz kleben will.